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Die Bahnhofsuhr

UhrQuelle: iPad APP ClockmakerUhr statDie Geschichte der Bahnhofuhr:

Die Technik einer Bahnhofsuhr ist den besonderen Bedingungen des Bahnbetriebs geschuldet. Zum einen kennt das Kursbuch der Bahn keine Sekunden, die Züge verlassen immer zur vollen Minute den Bahnhof. Zum anderen müssen alle Uhren eines Bahnhofs synchron laufen, um Passagieren und Bahnpersonal an jedem Ort des Bahnhofgeländes eine verbindliche Zeit anzugeben. 

Bahnhofsuhren sind deshalb Minutensprungnebenuhren, die von einer zentralen Hauptuhr jede volle Minute einen elektrischen Impuls erhalten und den Minutenzeiger elektromechanisch um eine Minute vorspringen lassen.

Der Sekundenzeiger wird unabhängig von der Hauptuhr von einem Elektromotor angetrieben und benötigt nur rund 58,5 Sekunden für eine Umrundung. 

Der Zeiger verharrt dann kurz auf der 60-Sekunden-Stellung und beginnt mit dem nächsten Minutenimpuls der Hauptuhr einen neuen Umlauf. Dieser sogenannte voreilige Sekundenzeiger wurde 1955 vom Schweizer Ingenieur Hans Hilfiker zusammen mit dem Uhrenhersteller Mobatime entwickelt.

Vorlage für das Design der meisten nationalen Uhren ist die Schweizer Bahnhofsuhr, die Hans Hilfiker schon 1944 entwickelte und die heute ein Klassiker des Industriedesigns ist. Die Schweizerische Post widmete Hilfikers Bahnhofsuhr 2004 die 85 Rappen Briefmarke der Dauerserie „Design-Klassiker Schweiz". 

In Deutschland nimmt man diese Dinge bekanntlich sehr genau. Das Unterkomitee 713.5 „Elektrische Zeitdienstanlagen und elektrische Uhren" der Deutschen Elektrotechnischen Kommission im DIN und VDE (DKE) nahm sich der Gestaltung von Bahnhofsuhren an und publiziert dazu eine Reihe von Deutschen Normen (DIN 41071, DIN 41090, DIN 41091, und DIN 41092). 

Diese Normen bestehen aus mehreren Teilen und können nur beim Deutschen Institut für Normung e.V. bezogen werden; sie sind allerdings recht kostspielig.

Text Quelle: www.3quarks.com